Geschäftsmodellinnovation für die Rehau AG + Co

Das i2m-Projektteam nimmt für Rehau innovative Geschäftsmodelle unter die Lupe

Obwohl über der Stadt Rehau oft der Nebel hängt, strahlt das Unternehmen Rehau mit vielen innovativen Ideen. Der oberfränkische Mittelständler ist Spezialist für Kunststoff- und Polymer-Lösungen und ließ sich von unserem i2m-Innovatorenteam im letzten halben Jahr detaillierter beraten, welches innovative Geschäftsmodell man in Hinblick auf ein Produkt aus ihrem riesigen Produktkatalog entwickeln könne. Wir, das i2m-Praxisprojektteam, bestehend aus Ronja Bürger, Timo Grützner, Marvin Jahn, Igor Steblau, Christian Piel und Florian Vetter, nahmen diese Herausforderung an.

Nachdem die Zielgruppe für die angestrebte Innovation gefunden war, untersuchten wir in einer Kundenbedürfnisanalyse erst einmal, wie groß das aktuelle Bedürfnis nach dem Produkt ist. Anhand einer Netnografie-Analyse, einer großen Internetumfrage mit über 400 Teilnehmern, zwei Fokusgruppeninterviews und einer Umfrage in der Würzburger Innenstadt, konnten wir über das Bedürfnis detailliert Auskunft geben. Weiterhin untersuchte unser Team, welche Trends sich auf das neue Modell auswirken könnten und wie der Markt und Wettbewerb rund um die neue Geschäftsidee aussieht.

In der zweiten Projektphase ermittelten wir, wie und auf welchem Weg man auf das neue Produkt aufmerksam machen kann. Um zu testen, wie man die Zielgruppe am besten erreicht, wurden die Informationen zum neuen Produkt sowohl online als auch offline verbreitet. Daraufhin wurde das Feedback auf diese „Werbung“ gemessen. So konnten Rückschlüsse gezogen werden, wie gut das neue Produkt ankommt und auf welchem Weg die Werbung die Zielgruppe erreicht hat. Mit diesen Informationen in der Hand, ist Rehau jetzt gewappnet, über die Umsetzung der neuen Geschäftsidee fundiert zu entscheiden.

Wir sind stolz, Teil dieses aufregenden und spannenden Projekts gewesen zu sein und freuen uns, dass wir, vor allem dank Herrn Peter Michels (Manager New Business Development der Rehau AG + Co), einen Einblick in die Innovationswelt des fortschrittlichen Unternehmens bekommen durften. Ein herzliches Dankeschön ebenso an alle Mitarbeiter bei Rehau, die uns bei dieser Zusammenarbeit unterstützt haben.

Ein herzliches Dankeschön geht ebenfalls an Herrn Prof. Dr. Clifford Sell für seine persönliche, motivierende und professionelle Unterstützung.

 

 

Einsatz von Tablets in der Hochschullehre

Am Main, im Schwimmbad oder unterwegs in Bus und Bahn - Digitales Lernen künftig mit Tablets an der FHWS- Ein Pilotprojekt von i2m

Die Digitalisierung der Bildung ist in aller Munde. Jede Menge Apps stehen mittlerweile zur Verfügung, die ihrem Nutzer das Leben und Lernen erleichtern sollen. Die sich bietenden Möglichkeiten werden vom Mittelstand gerne angenommen und kommen in Form von z.B. webbasierten Trainings und Blended Learning-Lösungen im Unternehmensalltag bereits zur Anwendung. Tablets und Smartphones machen im Zuge des mobilen Lernens aber auch nicht vor dem Hörsaal halt. Aus diesem Grund hat sich ein Team aus vier Studierenden der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt in einem Praxisprojekt im Rahmen des Studiengangs i2m – Innovation im Mittelstand näher mit dem Thema „Tablet-Einsatz in der Hochschullehre“ beschäftigt.

Im Kern des Projekts stand die Frage, welchen Mehrwert die mobilen Geräte sowohl für Professoren als auch Studenten in der Lehre bieten und wie sie beim Lernen unterstützen können. Ziel der Projektbetreuer Prof. Dr. Arnd Gottschalk und Prof. Dr. Gerhard Hube war es einerseits, herauszufinden, wo sich die FHWS derzeit in der digitalen Welt bewegt und andererseits eine Pilotvorlesung speziell für den Tablet-Einsatz zu entwickeln. Neben Messebesuchen, wie beispielsweise der „Learntec“-Messe in Karlsruhe und intensiven Tests im und um den Hörsaal mit Apple iPads war der zentrale Punkt des Projekts eine umfangreiche Studie, die das Team online unter allen Studierenden der FHWS durchführte. Innerhalb kürzester Zeit antworteten so 739 Studierende auf 28 Fragen, was das hohe Interesse der Studenten an diesem Thema widerspiegelt. 

So konnte herausgefunden werden, dass bereits über ein Drittel der Studenten ein Tablet besitzen. Dieses wird jedoch überwiegend nur für einfache Recherchezwecke im Internet oder die Kommunikation mit Freunden und Kommilitonen verwendet. Die Studenten sehen ein Problem darin, dass sich ein Tablet noch nicht als vollwertiger Ersatz für ausgedruckte Unterlagen und handschriftliche Mitschriften eignet. Aus diesem Grund wird es auch nur selten produktiv in den Vorlesungen verwendet.

Bei der auf Basis der erlangten Erkenntnisse konzipierten Pilot-Vorlesung zum Thema „Umfeldanalyse von Unternehmen“ wurden mehrere Aspekte, sowohl aus Sicht der Dozenten als auch der Studenten, beachtet. Dies begann beispielsweise bereits bei den Lernunterlagen, die so gestaltet wurden, dass Notizen und Zeichnungen auf fest vorgesehenen Flächen auf der jeweiligen Seite eingetragen werden konnten. Auch wurde der Aspekt des kabellosen Vortragens durch Dozenten umgesetzt. Nur mit einem Tablet in der Hand konnte sich der Dozent so frei im Raum bewegen und die angezeigten Inhalte auf seinem Display über ein zusätzlich geschaltetes Gerät kabellos an den Beamer übertragen.

Fazit des Projekts: Der Wille und die Bereitschaft der Studierenden zur verstärkten Nutzung der Tablets in und um den Hörsaal ist vorhanden, allerdings müssen dazu noch offene Fragen bezüglich Finanzierungsformen und der notwendigen Anpassungen der IT-Infrastruktur beantwortet werden. Auch auf Seiten der Dozenten müssen die Vorteile klar kommuniziert und der Umgang mit den mobilen Geräten geschult werden. An der FHWS wird die Tablet-Thematik intensiv weiter verfolgt und voran getrieben. Daher ist der Studiengang i2m seit dem WS14/15 für ein weiteres Projekt und als Pilot mit Tablets ausgestattet worden.

 

Projektteam:

Katharina Hornung, Igor Steblau, Christian Piel & Florian Vetter